Ärzte Zeitung online, 28.04.2010

Erben profitieren mehr von Lebensversicherung

KARLSRUHE (dpa). Gesetzliche Erben können künftig mehr von Lebensversicherungen profitieren, als dies bislang der Fall war. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat am Mittwoch entschieden, dass sich ihr Pflichtteil danach errechnet, welchen Wert die Anlage unmittelbar vor dem Tod hatte.

In der Regel ist damit der sogenannte Rückkaufswert ausschlaggebend, so die BGH-Richter. Damit können Erben auf höhere Zahlungen aus Lebensversicherungen als bislang pochen, wenn der Verstorbene sie enterbt hat. Derartige Fälle haben in der Vergangenheit häufig für Streit gesorgt - beispielsweise, wenn der Vater ein zweites Mal geheiratet hat und die Frau als Bezugsberechtigte für die Lebensversicherung eingesetzt hat.

Die gesetzlichen Erben können trotz dieser Schenkung Geld fordern. Bislang gingen die Gerichte bei der Berechnung ihrer Ansprüche meist von der Summe der gezahlten Prämien aus - ein Nachteil für die gesetzlichen Erben. Einige Richter entschieden zuletzt jedoch anders und ernannten die Versicherungssumme zur Grundlage. Dieser Tendenz trat der BGH entgegen. In den vorliegenden Fällen ging es jeweils um enterbte Söhne aus Berlin und Nordrhein-Westfalen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »