Ärzte Zeitung online, 06.05.2010

Chef darf Mitarbeiter umsetzen

MAINZ (dpa). Ein Arbeitgeber darf einen Mitarbeiter innerhalb eines Unternehmens auch ohne dessen Zustimmung umsetzen. Das entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz in einem am Donnerstag bekanntgewordenen Urteil.

Eine Ausnahme dafür gelte nur, wenn der Arbeitsplatz im Arbeitsvertrag ausdrücklich festgelegt sei. Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage der Mitarbeiterin einer Klinik ab.

Im Arbeitsvertrag der Frau stand, dass sie für unbestimmte Zeit in dem Krankenhaus beschäftigt wird. Ein konkreter Bereich war ihr nicht zugewiesen. Nachdem sie jahrelang in der Psychiatrie gearbeitet hatte, versetzte sie ihr Arbeitgeber auf eine neue Stelle. Dagegen wehrte sich die Klägerin.

Nach Meinung der LAG-Richter darf ein Arbeitgeber einen Mitarbeiter zwar nicht willkürlich umsetzen, sondern muss die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit und Zumutbarkeit berücksichtigen. Die Klägerin habe in diesem Fall jedoch nichts vorgetragen, was für ein willkürliches Vorgehen des Arbeitgebers spräche.

Az.: 7 Sa 538/09

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »