Ärzte Zeitung online, 21.05.2010

Istanbul: Zusätzliche Vorwürfe im Alkoholpanscher-Prozess

ISTANBUL (dpa). Im Prozess um die tödliche Schnapsvergiftung von drei Lübecker Schülern in der Türkei will die Anwältin der Opfer eine Erweiterung der Anklage erreichen. Die Hauptbeschuldigten sollten auch wegen Bildung einer kriminellen Bande und wegen Rechnungsbetrugs angeklagt werden, sagte die türkische Rechtsanwältin Deniz Yildirim am Freitag vor der Fortsetzung der Verhandlung in Antalya.

Außerdem müsse ihre Schuld an einer weiteren tödlichen Alkoholvergiftung, die sich vor drei Jahren ereignet habe, geklärt werden.

Bei einer Klassenfahrt im März vergangenen Jahres hatte die Gruppe aus Lübeck im Hotel "Anatolia Beach" in Kemer hochgiftigen Methylalkohol getrunken. Die Schüler dachten, es sei Wodka. Ein 21-Jähriger starb an einer Methanolvergiftung, ein 17- und ein 19-Jähriger fielen ins Koma und starben später in der Uniklinik Lübeck. Mehrere Schüler überlebten die Vergiftung.

Elf Männer und zwei Frauen - die Ehefrauen zweier angeklagter Brüder - müssen sich wegen Totschlags, versuchten Totschlags und Verstoßes gegen das Alkohol-Gesetz verantworten. Das Gericht hatte Strafen von bis zu 25 Jahren für Totschlag und mindestens fünf Jahren für den Verstoß gegen das Alkohol-Gesetz angekündigt. In Untersuchungshaft sitzen zwei als Alkoholhändler arbeitende Brüder und der Einkaufsleiter des Hotels.

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