Ärzte Zeitung online, 24.06.2010

Gerichtshof: Kein Staat zur Schwulen-Ehe verpflichtet

STRAßBURG (dpa). Die Staaten in Europa sind nicht zur Einführung von Schwulen-Ehen verpflichtet. Mit dieser Begründung hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte am Donnerstag in Straßburg die Beschwerde eines homosexuellen Paares gegen Österreich abgewiesen.

Die Stadtverwaltung von Wien hatte den beiden 48 und 50 Jahren alten Männern 2002 eine Heiratsgenehmigung verweigert mit dem Argument, eine Ehe sei nur zwischen Mann und Frau möglich.

"Die Europäische Menschenrechtskonvention verpflichtet keinen Staat, das Recht zur Eheschließung auf homosexuelle Paare auszuweiten", hieß es in der Urteilsbegründung. In Österreich ebenso wie Deutschland und anderen Ländern können schwule und lesbische Paare ihre Beziehungen als Lebenspartnerschaften besiegeln lassen, die in vielen Bereichen einer Ehe angeglichen sind.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »