Ärzte Zeitung online, 20.08.2010

Vier Rechtsextreme nach Brandanschlag angeklagt

WETZLAR/GIESSEN (dpa). Fast ein halbes Jahr nach einem Brandanschlag auf ein Haus in Wetzlar hat die Staatsanwaltschaft gegen vier Männer aus der rechtsextremen Szene Anklage erhoben.

Den 17- bis 23-Jährigen wird gemeinschaftlicher versuchter Mord in fünf Fällen und gemeinschaftliche schwere Brandstiftung vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft in Wetzlar und die Polizei in Gießen am Freitag mitteilten. Die Angeschuldigten, die knapp sechs Wochen nach der Tat festgenommen worden waren, seien "dem Kernbereich der rechtsextremen Szene" zuzuordnen.

Bei dem Brandanschlag in der Nacht zum 5. März auf das Haus der Familie eines 48-Jährigen, der sich gegen Rechtsextremismus engagiert, war niemand verletzt worden. Nachbarn hatten das Feuer rechtzeitig entdeckt und zusammen mit der Wohnungsinhaberin noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht.

Die 44 Jahre alte Frau und ihre drei Kinder (15, 17, 19) waren zur Tatzeit im Haus. Die Angeschuldigten hätten die Vorwürfe weitgehend gestanden. Einen Termin für die Hauptverhandlung gibt es noch nicht. Das Verfahren gegen einen fünften Verdächtigen sei eingestellt worden.

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