Ärzte Zeitung online, 16.09.2010

Fleischer müssen auf behandelte Ware hinweisen

LÜNEBURG (dpa). Bei unverpacktem Frischfleisch müssen Kunden an den Ladentheken auf eine vorherige Behandlung der Ware hingewiesen werden. Dies teilte das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht am Donnerstag in Lüneburg mit.

Nach einem Beschluss des 13. Senats dürfe Fleisch, das vor dem Verkauf einer Hochdruckbehandlung mit Sauerstoff zur Stabilisierung der roten Farbe unterzogen wurde, Kunden nicht ohne Hinweis angeboten werden. Verpacktes, behandeltes Frischfleisch werde dem Verbraucher ja bereits mit dem Hinweis "unter Schutzatmosphäre verpackt" angeboten.

In dem Fall hatte ein Einzelhändler gegen die Lebensmittelkontrolle geklagt. Sie hatte ihm vorgeworfen, behandeltes Fleisch ohne Hinweis angeboten und so den Kunden irregeführt zu haben. Das Gericht gab nun den Kontrolleuren Recht. "Fehlt eine Kenntlichmachung, liegt eine Irreführung vor, weil die Verbrauchererwartung durch die bloße "Frischeoptik" enttäuscht werden kann", heißt es in einer Mitteilung.

Bei dem Verfahren, das nicht die Haltbarkeit verlängere, wird mit Hochdruck über Stunden Sauerstoff in einen Fleischbehälter geleitet, um die kräftige rote Farbe länger zu erhalten.

Urteil des OVG Niedersachsen, Az.: 13 LA 28/09

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