Ärzte Zeitung online, 23.09.2010

Gericht stoppt Entlassung wegen Privattelefonierens

FRANKFURT/MAIN (dpa). Das Frankfurter Arbeitsgericht hat Klagen von Mitarbeitern der Lufthansa Catering-Tochter LSG Sky-Chefs, die wegen privater Nutzung von Diensthandys gekündigt worden waren, stattgegeben.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet am Donnerstag unter Berufung auf die Arbeitnehmervertretung des Unternehmens, das Gericht habe die fristlosen Kündigungen als unverhältnismäßig zurückgewiesen. Das Unternehmen habe die Angaben bestätigt, behalte sich aber weitere Schritte vor.

LSG Sky-Chefs hatte im März mehreren Mitarbeitern fristlos gekündigt, weil diese ihre Diensthandys für private Zwecke genutzt hatten. Die Unregelmäßigkeiten waren bei einer internen Revision aufgefallen. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Aktion gegen teils langjährige und vertrauenswürdige Mitarbeiter als völlig überzogen kritisiert. Ein Verdi-Vertreter hatte berichtet, es sei meist um geringe Beträge zwischen 10 und 15 Euro pro Monat gegangen.

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