Ärzte Zeitung, 25.10.2010

Bundeswehrärzte haften nicht

KOBLENZ (dpa). Für eventuelle Behandlungsfehler in den Zentralkrankenhäusern der Bundeswehr haften die Ärzte nicht persönlich. Das geht aus einem am Montag bekanntgewordenen Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz hervor.

Nach Meinung des Gerichts muss sich der Patient allein an das Krankenhaus halten. Eine Ausnahme gelte allenfalls bei einer vorsätzlichen Schädigung. Demnach gilt für Ärzte, die in den Bundeswehrkrankenhäusern Zivilpersonen behandeln, die gleiche Rechtslage wie bei Beamten.

Machten diese Fehler, so müssten sie nicht persönlich haften, sondern allein der Staat. Im konkreten Fall fühlte sich eine Frau im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz falsch behandelt und klagte gegen die Ärzte.

Az.: 5 U 154/10

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »