Ärzte Zeitung online, 04.11.2010

Doktortitel-Affäre: Geldstrafen für Professoren

KÖLN (dpa). In einer bundesweiten Affäre um gekaufte Doktortitel ist ein großer Teil der angeklagten Professoren mit einer Geldauflage davongekommen.

In gut 40 Fällen seien die Verfahren gegen die Zahlung von Summen in bis zu fünfstelliger Höhe eingestellt worden, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Von den knapp 90 bekanntgewordenen Fällen seien rund 70 abgearbeitet. Gegen vier Professoren seien Strafbefehle beantragt worden.

Die Affäre war vor rund zweieinhalb Jahren aufgeflogen. Seither ermittelte die Behörde in insgesamt 90 Fällen. Die Beschuldigten hatten in unterschiedlichem Ausmaß Schmiergelder vom Institut für Wissenschaftsberatung in Bergisch-Gladbach erhalten, das inzwischen geschlossen wurde.

Dafür hatten sie Kandidaten bei der Promotion betreut, die eigentlich völlig ungeeignet waren. Die Fälle waren im März 2008 nach einer Razzia im Institut aufgeflogen. Über die bisherigen Ergebnisse der Strafverfolgung berichtete am Donnerstag auch die "Neue Westfälische".

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