Ärzte Zeitung online, 04.11.2010

Mensa-Mitarbeiter: Keine Kündigung wegen geklauter Frikadellen

HAMM/BOCHUM (dpa). Einem Mensa-Mitarbeiter der Bochumer Ruhr-Universität darf nicht wegen des Verzehrs von kalten Pommes und vier Frikadellen gekündigt werden.

Das hat das Landesarbeitsgericht Hamm am Donnerstag entschieden. Es bestätigte damit ein erstinstanzliches Urteil des Arbeitsgerichts Bochum.

Die Pommes und Frikadellen seien kein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung, zumal der Mann bereits seit 19 Jahren für die Campus-Gastronomie arbeite. Nach den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes sei er ohnehin nur noch außerordentlich kündbar.

Dem Mann war vorgeworfen worden, sich bei einem Gang durch die Küche im Juli 2009 Pommes frites und zwei Frikadellen geschnappt zu haben.

Auf den Hinweis eines Vorgesetzten, dass dies nicht zulässig sei, soll er sich noch zwei weitere Frikadellen genommen haben und damit zum Pausenraum gegangen sein. Auch die Aussage des Vorgesetzten, dass er zurzeit keine Pause habe, soll ihn nicht davon abgehalten haben.

Der Mann hatte zunächst vor dem Arbeitsgericht Bochum gegen seine Kündigung geklagt und recht bekommen. Die Campus-Gastronomie war daraufhin in Berufung gegangen. Eine Revision zum Bundesarbeitsgericht hat das Landesarbeitsgericht nicht zugelassen.

Urteil des LAG Hamm, Az.: 8 Sa 711/10

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »