Ärzte Zeitung online, 01.12.2010

Fehlbildung durch Schwangerschaftstest? Kaum Erfolg auf Schadenersatz

BERLIN (dpa). Der Vorwurf schwerer Fehlbildungen durch das Medikament Duogynon (wir berichteten) wird seit Dienstag vor dem Berliner Landgericht verhandelt. Doch Aussicht auf Erfolg gibt es für den 34-jährigen Kläger kaum.

Der von Geburt an behinderte Mann verlangt in der Musterklage von Bayer Schering Einsicht in die Akten zum Hormonpräparat Duogynon des Unternehmens. Das Medikament war seiner Mutter 1975 als Schwangerschaftstest verabreicht worden. Der Kläger aus dem Allgäu möchte Gewissheit darüber, ob seine Behinderungen durch das Medikament verursacht wurden. Die Klage hat jedoch offensichtlich wenig Aussicht auf Erfolg: Zum Auftakt des Zivilprozesses deutete der Vorsitzende Richter an, dass Schadenersatzansprüche verjährt sein dürften und daher kein Anspruch auf Auskunft bestehe. Das Gericht wird voraussichtlich im Januar entscheiden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »