Ärzte Zeitung online, 01.12.2010

Kündigung wegen zwei Getränken in Darmstädter Kino unwirksam

DARMSTADT (dpa). Eine 26-jährige Mitarbeiterin eines Darmstädter Kinos hat sich vor Gericht erfolgreich gegen die Kündigung wegen angeblich nicht abgerechneter zwei Getränke gewehrt. Zeugen hatten die Studentin entlastet.

Das Kino hatte behauptet, die 26-jährige Studentin habe im Februar zwei Getränke im Wert von etwa fünf Euro an eine Kollegin herausgegeben, aber nicht abgerechnet. Daraufhin kündigte ihr der Kinobetreiber. Drei Zeugen hätten aber ausgesagt, dass die Frau keine Getränke herausgegeben habe, teilte das Arbeitsgericht Darmstadt am Dienstag mit.

Der Kinobetreiber hatte zuvor erklärt, die junge Frau habe nach dem Vorfall in Gesprächen behauptet, keine Getränke, sondern den Mitarbeitern zustehendes kostenloses Popcorn herausgegeben zu haben. Dies müsse jedoch auch in der Kasse verbucht werden.

Auch dieser Darstellung hätten Zeugen widersprochen, hieß es beim Gericht. Popcorn habe an jenem Tag ein Kollege ausgegeben.

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