Ärzte Zeitung online, 07.12.2010

Krankenkasse muss nicht für Vergrößerung der Klitoris aufkommen

KASSEL (bü). Leidet eine gesetzlich krankenversicherte Frau unter einer Störung der Geschlechtsidentität, so hat sie keinen Anspruch darauf, dass ihr die Krankenkasse eine operative Vergrößerung der Klitoris und die Versorgung mit Schamlippenimplantaten finanziert.

Die Klägerin strebt eine Anpassung an das männliche Geschlecht an, ohne ihre weiblichen körperlichen Merkmale vollständig zu verlieren, und wollte die Kosten der Behandlung von ihrer Krankenkasse erstattet bekommen.

Das Bundessozialgericht sah hierfür unter keinem Gesichtspunkt eine gesetzliche Grundlage. Eingriffe in intakte Organsysteme seien von den Betroffenen selbst zu finanzieren.

Eine Ausnahme komme "nur im Falle der "Frau zu Mann"- oder "Mann zu Frau"-Transsexualität in Betracht".

Az.: B 1 KR 5/10 R

Topics
Schlagworte
Recht (11954)
Panorama (30506)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »