Ärzte Zeitung online, 22.12.2010

Gericht verneint Anspruch auf Umgangsrecht mit Ex-Familienhund

DÜSSELDORF (maw). Ex-Ehepartner haben keinen gesetzlichen Anspruch darauf, ihren geliebten Hund sehen zu dürfen. Im konkreten Fall verneinte das Oberlandesgericht (OLG) Hamm einer Klägerin das Umgangsrecht mit dem Ex-Hund.

Wie das OLG berichtet, verblieb der während der Ehezeit angeschaffte Hund nach der Trennung vereinbarungsgemäß beim Ehemann. Die Ehefrau wollte an zwei Tagen in der Woche für jeweils einige Stunden ein Umgangsrecht mit dem Hund gerichtlich durchsetzen und begehrte hierfür die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe.

Ein gesetzlicher Anspruch auf eine zeitlich begrenzte Nutzungsregelung hinsichtlich des Hundes besteht nach Auffassung des OLG Hamm aber nicht. Mit den Vorschriften über die Hausratsverteilung bei Getrenntleben der Ehegatten könne die gewünschte zeitweise Nutzungsregelung nicht begründet werden. Denn es werde nicht die Zuweisung für die Dauer der Trennung, sondern nur die zeitweise Nutzung verlangt, so das OLG.

Auch die Regelungen über das Umgangsrecht mit dem Kind waren nach Auskunft des Versicherers ARAG, der den Fall publik gemacht hat, hier nicht analog anwendbar. Denn bei diesen Bestimmungen gehe es in erster Linie um das Wohl des Kindes und nicht um die emotionalen Bedürfnisse des anderen Ehegatten.

Az.: II-10 WF 240/10

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