Ärzte Zeitung online, 20.01.2011

Flüssigsauerstoff-Fahrer: Rauchverbot missachtet, Rauswurf rechtmäßig

KREFELD (dpa). Wer am Arbeitsplatz trotz Verbot raucht, darf unter Umständen fristlos entlassen werden. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts in Krefeld hervor.

Einen Berufsfahrer am Niederrhein hatte der Verstoß gegen das Rauchverbot am Arbeitsplatz den Job gekostet. Das Gericht hielt die fristlose Kündigung des 26-Jährigen für rechtmäßig und wies dessen Klage am Donnerstag ab.

Der Fahrer, der auch hochexplosiven Flüssigsauerstoff auslieferte, hatte seinen Rauswurf für unverhältnismäßig gehalten.

Er hatte im Oktober im Führerhaus seines Lieferwagens geraucht. Der Wagen soll zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht beladen gewesen sein. Der Arbeitgeber aber sprach von einer Restladung von 66 Litern. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Fahrer habe sich in seinem Arbeitsvertrag sowie vier Monate vor seinem "Ausrutscher" in einer Zusatzerklärung noch einmal dazu verpflichtet, das absolute Rauchverbot einzuhalten.

Dies habe in allen Lieferwagen und im Umkreis von mindestens zehn Metern gegolten. Dem Rauswurf hätte nach Meinung des Gerichts keine Abmahnung vorausgehen müssen.

Az.: 1 Ca 2401/10

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