Ärzte Zeitung, 24.01.2011

Fundsache

Lohnenswert: Ein Jahr auf Station

Auf den ersten Blick schien die 27-Jährige eine dramatische Krankengeschichte zu haben. Innerhalb von drei Jahren war sie insgesamt 32-mal in ein und demselben Krankenhaus in Paderborn, meistens mit den Diagnosen Pneumonie und Meningitis.

Die Klinikaufenthalte summierten sich auf ein ganzes Jahr. Tatsächlich wurde die Frau aber nur ein einziges Mal stationär behandelt. Da sie dafür problemlos Geld von ihrem Krankentagegeldversicherer erhielt, kam sie auf den Geschmack.

Sie reichte immer wieder gefälschte Bescheinigungen ein und kassierte nach einem Bericht der "Neuen Westfälischen" insgesamt 21.214 Euro.

Erst später kam einem Versicherungsmitarbeiter die Sache komisch vor, der Schwindel flog auf. Ein Gericht verurteilte die Frau jetzt zu einer Bewährungsstrafe. Es wertete es als strafmildernd, dass das Unternehmen den Betrug extrem leicht gemacht hatte. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »