Ärzte Zeitung online, 06.03.2011

Bank darf mit ausgefüllter Kreditkarte werben

KARLSRUHE (dpa). Banken dürfen bei ihren Kunden weiterhin mit Kreditkarten werben, in denen bereits deren Namen eingetragen sind. Mit solchen Aktionen werde die Entscheidungsfreiheit der Kunden nicht unzulässig beeinflusst, entschied jetzt der Bundesgerichtshof (BGH).

Nach Ansicht des BGH kann den Verbrauchern die Belästigung durch solche Werbeaktionen zugemutet werden. "Das Interesse des werbenden Unternehmens an zielgerichteter Ansprache seiner Kunden" sei höher zu bewerten "als der Eingriff in die Privatsphäre des Adressaten".

Die Tatsache, dass die sichere Entsorgung der Kreditkarten etwas größere Mühe bereitet als das einfache Wegwerfen üblicher Werbebriefe, spielte für die Richter keine Rolle.

Az.: I ZR 167/09

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