Ärzte Zeitung, 14.03.2011

Medizinjournalistin muss sich nicht doppelt versichern

KASSEL (mwo). Ärzte, die auch journalistisch tätig sind, müssen sich nicht doppelt sozialversichern. Die Mitgliedschaft in der Ärzteversorgung befreit von der Pflichtversicherung in der Künstlersozialkasse, urteilte das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel. Die heute 37-jährige Klägerin hatte zunächst als Frauenärztin und danach bei einer Krankenversicherung in Köln gearbeitet. Dadurch war sie Pflichtmitglied der Nordrheinischen Ärzteversorgung. 2004 machte sie sich als Medizinjournalistin in Hamburg selbstständig. Die Ärzteversorgung zog die Fachjournalistin wegen ihrer "berufsspezifischen Tätigkeit" weiterhin zu Beiträgen heran, nun wollte aber auch die Künstlersozialkasse (KSK) Beiträge kassieren. Doch eine doppelte Renten-Pflichtversicherung sei vom Gesetzgeber wohl nicht gewollt und daher zu vermeiden, befand das BSG. Die Befreiungsvorschriften der Künstlersozialversicherung seien daher auch auf die journalistisch tätige Ärztin anzuwenden.

Az.: B 3 KS 2/10 R

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »