Ärzte Zeitung, 17.03.2011

Müllabfuhr nicht von der Steuer absetzbar

KÖLN (dpa). Verbraucher können die Kosten für die Müllabfuhr nicht von der Steuer absetzen. Die Müllabfuhr erbringe keine haushaltsnahe Dienstleistung, entschied das Finanzgericht Köln in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil.

Geklagt hatte ein Ehepaar, das bei der Steuererklärung für seine gezahlten Müllgebühren eine Ermäßigung von 20 Prozent geltend gemacht hatte. Begründung: Die Müllentsorgung sei mit der Wohnungsreinigung durch eine Putzfrau vergleichbar, deren Kosten entsprechend steuerlich absetzbar sind.

Das sahen die Richter anders. Demnach liegt die eigentliche Aufgabe der Müllabfuhr in der Verarbeitung und Lagerung des Mülls - und diese Leistung werde nicht im Haushalt erbracht. Gegen das Urteil ist Revision beim Bundesfinanzhof in München zugelassen.

Az.: 4 K 1483/10

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »