Ärzte Zeitung, 17.03.2011

Kein Schadensersatz für leichtsinnigen Fußgänger

SAARBRÜCKEN (dpa). Ein Fußgänger, der leichtsinnig eine Straße überquert, riskiert bei einem Unfall sämtliche Schadensersatzansprüche. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken hervor.

Im konkreten Fall hat ein Fußgänger einen Unfall so erheblich mitverschuldet, dass der Autofahrer nicht haftet. Das Gericht wies mit seinem Urteil die Schadensersatz- und Schmerzensgeldklage eines Fußgängers gegen einen Autofahrer ab. Der Kläger hatte nach Darstellung des Gerichts mit dunkler Kleidung nachts eine innerstädtische Straße abseits einer Fußgängerampel überquert.

Dabei wurde er von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Fußgänger die Fahrbahn offenbar blindlings betreten und sich damit selbst der Gefahr ausgesetzt.

Az.: 4 U 200/10

Topics
Schlagworte
Recht (12046)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »