Ärzte Zeitung, 21.03.2011

Oberarzt muss zehn Jahre ins Gefängnis

COBURG (dda). Ein 42-jähriger Oberarzt aus Thüringen muss wegen versuchten Mordes, versuchten Schwangerschaftsabbruchs und gefährlicher Körperverletzung für zehn Jahre in Haft. Zu diesem Urteil kam das Landgericht Coburg am Montag. Der Arzt soll seiner schwangeren Geliebten das Blutverdünnungsmittel Marcumar immer wieder heimlich in den Tee gerührt haben, um eine Fehlgeburt einzuleiten.

Neben der Freiheitsstrafe muss der Angeklagte 20.000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer bezahlen und lebenslang finanziell für mögliche Folgeschäden bei Mutter und Kind aufkommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Arzt sitzt jedoch seit seiner Festnahme im Gerichtssaal in Untersuchungshaft.

Topics
Schlagworte
Recht (11949)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »