Ärzte Zeitung online, 20.07.2011

Todesengel in Englands Kliniken - Schwester unter Verdacht

LONDON (dpa). Nach mysteriösen Todesfällen durch manipulierte Infusionen in einer Klinik bei Manchester ist eine Krankenschwester festgenommen worden.

Die 26-Jährige stehe unter Mordverdacht, teilte die Polizei am Mittwoch mit. In dem Krankenhaus waren eine 44-Jährige und zwei 71 und 84 Jahre alte Männer gestorben.

Der Zustand eines weiteren Mannes war zunächst noch kritisch. Die Patienten hatten Infusionen mit Kochsalzlösung bekommen, die mit Insulin versetzt waren.

Auch elf weitere Menschen litten in dem Krankenhaus im nord-englischen Stockport an Unterzuckerung, nachdem sie Infusionen erhalten hatten.

Die Polizei hatte das Krankenhaus bereits am Samstag abgeriegelt und in Verhöraktionen fieberhaft nach einem möglichen Täter gesucht. Besucher und Personal mussten die Klinik durch Sicherheitsschleusen betreten.

Der gesamte Bestand an Infusionen mit Kochsalzlösung wurde ausgetauscht. Am Mittwoch wurde nun die Krankenschwester festgenommen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »

Wer nicht hören will, den soll die Kita künftig melden

Prävention mit Drohgebärden: Künftig will das Bundesgesundheitsministerium nicht nur mit Bußgeld drohen, sondern auch die Kitas einspannen, um die Verweigerer einer verpflichtenden Impfberatung herauszufischen. mehr »