Ärzte Zeitung online, 28.07.2011

Schmerzensgeld für verätzte Haut bei Haarglättung

BREMEN (dpa). Für eine Haarglättung mit schmerzhaften Folgen muss ein Bremer Friseur einer Kundin 4000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das entschied das Hanseatische Oberlandesgericht.

Bei der Behandlung im Oktober 2009 wurde die Kopfhaut der Frau so stark verätzt, dass sie ihre Haare komplett abschneiden und etwa ein halbes Jahr eine Perücke tragen musste.

Der Friseur hatte unter anderem die zur Glättung verwendete Lauge nicht sorgfältig ausgespült, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Deshalb forderte die Frau Schmerzensgeld in Höhe von 5000 Euro.

Das Landgericht sprach ihr in erster Instanz im Oktober 1500 Euro zu, dagegen legte die Klägerin Berufung ein und hatte beim OLG dann mehr Erfolg.

Az.: 3 U 69/10

Topics
Schlagworte
Recht (12041)
Panorama (30661)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »