Ärzte Zeitung online, 01.08.2011

Rezeptbetrug: Mainzer Fälscher geständig

FRANKFURT/MAIN (pei). Durch einen Warnhinweis des Hessischen Apothekerverbands ist im Juli in Mainz ein Tatverdächtiger festgenommen worden, der sich mit gefälschten Rezepten hochpreisige Medikamente für insgesamt 60.000 Euro beschafft haben soll.

Nach Angaben der Frankfurter Zentralstelle zur Bekämpfung von Vermögensstraftaten und Korruption im Gesundheitswesen wurde der Mann ergriffen, als er versuchte, ein gefälschtes Rezept einzulösen.

Der Mainzer Pharmazeut war durch Hinweise des Apothekerverbands auf die Tatserie aufmerksam geworden, hatte die telefonische Medikamentenbestellung als verdächtig eingestuft und die Polizei informiert.

Bei der Vernehmung war der Tatverdächtigte laut Zentralstelle geständig, gegenüber der Frankfurter Kriminalpolizei habe er weitere Taten eingeräumt.

Der Ermittlungserfolg sei ein gutes Beispiel dafür, wie Apotheker wirksam zur Prävention gegen eine "besonders gemeinschädliche Form des Betrugs" beitragen könnten, so die Zentralstelle.

Durch Rezeptbetrug seien in den zurückliegenden Jahren allein in Hessen in Einzelfällen Schäden von mehreren hunderttausend Euro bis weit über eine Million Euro verursacht worden.

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