Ärzte Zeitung, 30.08.2011

Wer zu rasch den Anwalt beauftragt, zahlt selbst

MÜNCHEN (dpa). Wer zu schnell einen Rechtsanwalt beauftragt, bleibt womöglich auf den Kosten sitzen.

Nach einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Münchner Amtsgerichts muss die Gegenseite nur dann zahlen, wenn die Einschaltung des Anwaltes notwendig war. Das Gericht gab einer Versicherung Recht, die die Anwaltskosten einer Ex-Kundin nicht übernehmen wollte.

Die Klägerin war wegen einer zunächst ausbleibenden Zahlung in Höhe von 23.815 Euro bereits nach wenigen Tagen zu einem Anwalt gegangen, ohne zunächst selbst mit der Versicherung Kontakt aufzunehmen.

Das Gericht meinte, die sofortige Einschaltung eines Anwalts sei nicht nötig gewesen. Die bloße Nichtzahlung lasse nicht darauf schließen, dass sich das Unternehmen seiner Zahlungspflicht entziehen wollte.

Az.: 133 C 7736/11

Topics
Schlagworte
Recht (11948)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Berichte, Videos und Tweets rund um den Deutschen Ärztetag

Begleiten Sie den 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg mit uns online. Die "Ärzte Zeitung" berichtet vom 23.-26.5. live und aktuell über alle wichtigen Ereignisse und Debatten. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »