Ärzte Zeitung online, 10.09.2011

Reifen löst sich bei Fahrt - Werkstatt muss Schadenersatz zahlen

HEIDELBERG (dpa). Wegen mangelhafter Sicherheitshinweise nach dem Reifenwechsel muss eine Autowerkstatt nach einem Unfall dem Fahrer Schadenersatz zahlen. So urteilte das Landgericht Heidelberg in einem Berufungsverfahren.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Werkstatt nicht deutlich genug darauf hingewiesen hatte, dass die Radschrauben neu aufgezogener Winterreifen nach den ersten maximal 100 Kilometern nachgezogen werden müssen.

Lediglich auf der Rechnung unterhalb der Unterschriftenzeile und ohne besondere Kennzeichnung stand ein Hinweis auf die Pflicht, wie das Gericht jetzt mitteilte.

Ein Mann hatte geklagt, weil er von der Werkstatt einen Schaden in Höhe von 4000 Euro ersetzt bekommen wollte. Nach dem er rund 1900 Kilometer gefahren war, hatte sich ein Reifen während der Fahrt auf der Autobahn gelöst.

Das Gericht gab ihm nun in der Berufungsinstanz Recht. Allerdings trage der Kläger eine Mitschuld von 25 Prozent, weil er die allmähliche Lockerung bemerkt haben müsste und nicht rechtzeitig zur Werkstatt fuhr.

Az.: 1 S 9/10

Topics
Schlagworte
Recht (11735)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »