Ärzte Zeitung, 15.11.2011

Eingriff in Hundekampf mindert Ansprüche

KÖLN (iss). Wer in die Beißerei zweier Hunde eingreift, hat bei einer Verletzung durch einen fremden Hund wegen Mitverschuldens nur anteilig Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld.

Das hat das Oberlandesgericht Hamm rechtskräftig geurteilt. Beim Versuch, ihren Hund vor einem anderen zu schützen, war eine Frau gebissen worden.

Nach Ansicht der Richter wusste sie um das Verletzungsrisiko.

Az.: I-6 U 72/11

[16.11.2011, 22:27:33]
Dr. Horst Grünwoldt 
Hundekämpfe
Beißereien unter Hunden entstehen bekanntlich immer dann, wenn ein Hund oder beide noch am "verlängerten" Arm des Halters, sprich an der Leine Gehalten werden, und sich nicht ausweichen können.
Dann gebährdet sich der oder die Leinenhund(e) nämlich derart "gestärkt" (agressiv), daß der/die leinengeführte(n) erst recht provoziert wird.
Es muß also in jedem Fall heißen: "Leinen los für beide, wenn es sich um Rüden handelt!".
Damit wird so gut, wie in jedem Fall die Beißerei verhindert und der "Hundekampf" endet in einem "Schau-(Komment)-Kampf" ohne jedwede Blessuren, zumal, wenn Herrchen und Frauchen nicht eingreifen, sondern Distanz halten und Ruhe bewahren.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (FTA für Tierhygiene) aus Rostock zum Beitrag »

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