Dienstag, 2. September 2014
Ärzte Zeitung, 12.12.2012

Rezeptfehler

"Manipulation durch Sekte" bringt Ärztin in die Psychiatrie

LÜNEBURG. Wenn eine Ärztin Verwechslungen bei der Arzneiverordnung mit PC-Manipulationen durch eine Sekte rechtfertigt, dann wird eine psychiatrische Untersuchung fällig.

Das geht aus einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg hervor. Die Klägerin hatte als Ärztin in Kliniken oder als Betriebsärztin gearbeitet.

Einer der früheren Arbeitgeber wandte sich an die Behörden: Die Kollegin habe erzählt, sie werde von einer Sekte verfolgt.

Auf die Verwechslungen bei der Arzneiverordnung angesprochen, habe sie erklärt, die Sekte habe wohl auch die Praxis infiltriert.

Das sind "hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung der Klägerin und eine damit verbundene Einschränkung der gesundheitlichen Eignung zur Ausübung des ärztlichen Berufs", urteilte das OVG. Daher sei eine fachärztlich-psychiatrische Untersuchung rechtens. (mwo)

Az.: 8 LA 3/12T

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Lebenszeit: Männer verrauchen neun Jahre

Wer auf Alkohol und Zigaretten verzichtet und sich auch sonst gesund ernährt, lebt bis zu 17 Jahre länger. Berechnungen des DKFZ zeigen außerdem: Durch das Rauchen geht die meiste Lebenszeit flöten. mehr »

Ebola: Entwarnung für Leipziger Geschäftsmann

Der Ebola-Verdacht in Leipzig hat sich nicht bestätigt. In Liberia sind unterdessen zwei Ärzte, die infiziert waren, als geheilt entlassen worden. Nigeria hofft auf eine Ladung des experimentellen Wirkstoffs Favipiravir für 20.000 Infizierte. mehr »

KHK: Ivabradin enttäuscht überraschend

Ivabradin kann die Progression der koronaren Herzkrankheit bei Patienten ohne Herzschwäche nicht aufhalten. Mehr noch: Patienten mit Angina pectoris schadet die Therapie sogar. Das sind die überraschenden Ergebnisse der SIGNIFY-Studie, die jetzt auf dem ESC-Kongress vorgestellt worden sind. mehr »