Ärzte Zeitung, 10.01.2013

Beratungsfehler

BGH stärkt Anleger

KARLSRUHE. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat Anleger gestärkt, die für eine gescheiterte Geldanlage Schadenersatz wegen schlechter Beratung verlangen wollen.

Sie müssen dafür Formulierungen des Beratungsgesprächs nicht wörtlich wiedergaben, wie der BGH in einem am 4. Januar 2013 schriftlich veröffentlichten Urteil entschied.

Danach reicht es aus, wenn der Anleger die "Angaben und Versäumnisse des Beraters oder Vermittlers in ihrem inhaltlichen Kerngehalt wiedergibt".

Im Streitfall hatte ein Anlageberater einen Kraftfahrer in seiner Wohnung aufgesucht und ihm eine Unternehmensbeteiligung als atypisch stiller Gesellschafter vermittelt. Doch die Anlage war ein Flop. Nach acht Jahren war die Anlagegesellschaft insolvent. (mwo)

BGH-Urteil, Az.: III ZR 66/12

Topics
Schlagworte
Recht (12047)
Finanzen/Steuern (10399)
Organisationen
BGH (933)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »