Ärzte Zeitung online, 02.12.2013

Brustimplantate

Neue Klagen gegen TÜV Rheinland?

Laut einem Medienbericht wollen nun auch die französischen Sozialkassen eine Schadensersatzklage einreichen.

HAMBURG. Im Skandal um fehlerhafte Brustimplantate könnten auf den TÜV Rheinland laut einem Medienbericht neue Schadensersatzklagen in dreistelliger Millionenhöhe zukommen.

Neben der AOK Bayern und Tausenden Frauen in Deutschland und Frankreich wollten auch die französischen Sozialkassen eine Klage mit einem Streitwert von rund 30 Millionen Euro einreichen, berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel".

Die Kläger wollten den TÜV in Regress nehmen, weil er angeblich den französischen Implantathersteller PIP nicht hinreichend kontrolliert habe.

Mitte November hatte ein französisches Gericht in erster Instanz mehr als 1600 Frauen Schadensersatz zugesprochen. In Deutschland führt die AOK in Nürnberg eine Art Musterverfahren gegen den TÜV. Die Krankenkasse fordert die Erstattung der Behandlungskosten, die sie für den Austausch von PIP-Silikonkissen bei knapp 30 Frauen bezahlt hat. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »