Ärzte Zeitung online, 15.01.2014

Arbeitsrecht

50.000 Euro für Mobbingopfer

EU-Parlament muss Schadenersatz an eine zun Unrecht entlassene Mitarbeiterin zahlen.

BRÜSSEL. Das Europaparlament muss einer Mitarbeiterin 50.000 Euro Schadensersatz zahlen, weil die Frau nach Mobbing zu Unrecht entlassen wurde.

Dies entschied das Gericht für den öffentlichen Dienst des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg. Die Angestellte wurde einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge von einer Vizepräsidentin des Parlaments gemobbt.

Das EU-Gericht erklärte in seinem bereits am 12. Dezember ergangenen Urteil die Kündigung der Mitarbeiterin für unrechtmäßig. Statt der geforderten 120.000 Euro Schadenersatz wurden ihr 50.000 Euro zugesprochen. Zudem muss das EU-Parlament sämtliche Verfahrenskosten tragen.

Die EU-Richter entschieden, das Parlament habe der Angestellten nicht die nötige Unterstützung gegeben, als sich diese nach einer Gehalts-Herabstufung über systematische Herabwürdigung und ständige Kritik durch die Chefin beklagte.

Die Frau erkrankte, ihre Chefin verlangte die Kündigung wegen Zerstörung des Vertrauensverhältnisses. Das EU-Gericht befand, das Parlament als Arbeitgeber hätte die Klagen der Angestellten über die Behandlung am Arbeitsplatz sorgfältiger prüfen müssen. (dpa)

Rechtssache F-129/12

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »