Ärzte Zeitung online, 06.06.2014

Mamma-Screening

Radiologe aus Essen unterliegt vor dem LSG

Der Streit um einen Essener Radiologen im Mammografie-Screening schwelt weiter. Vor Gericht zog der Arzt nun vorläufig den Kürzeren.

KÖLN. Rückschlag für den Essener Radiologen, der um die Wiederzulassung als Programmverantwortlicher Arzt (PVA) für das Mammografie-Screening in der Region Oberhausen/Essen/Mülheim kämpft.

Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (LSG) hat seinen Widerruf gegen die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein zurückgewiesen, die ihm im Oktober 2013 den Versorgungsauftrag entzogen hatte.

Hintergrund war die verweigerte Rezertifizierung durch das Referenzzentrum Münster. Die Kooperationsgemeinschaft Mammografie spricht von gravierenden Mängeln in der Essener Screening-Einheit, äußert sich aber nicht zu Einzelheiten. Dem Radiologen werden seit Längerem fachliche Defizite vorgeworfen, er hat die Anschuldigungen aber immer zurückgewiesen.

Das LSG habe keine Entscheidung in der Hauptsache gefällt, stellte der Sprecher des Arztes, der bekannte PR-Berater Professor Klaus Kocks, klar. Der Radiologe sei lediglich mit seinem Widerspruch gegen den Sofortvollzug des Widerrufs seiner Genehmigung als PVA gescheitert.

Kocks weist darauf hin, dass der Radiologe weiterhin im Screening tätig und in seiner Praxis Screening-Untersuchungen anbieten darf. In der öffentlichen Kritik steht seine Biopsie-Qualifikation, nicht die Qualität seiner Befundungen. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »