Ärzte Zeitung, 06.08.2014

Mukoviszidose-Fall

Haft wegen Kindesmisshandlung

NÜRNBERG. Weil sie mit einem schwer kranken Kind drei Jahre lang nicht zum Arzt gingen und ihm keine Medikamente gaben, müssen eine Mutter und ihr Lebensgefährte für jeweils drei Jahre ins Gefängnis.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth sprach den 55-Jährigen und die 49 Jahre alte Frau aus dem fränkischen Lonnerstadt nun wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen schuldig. Der damals zwölfjährige Sohn der Frau leidet an Mukoviszidose.

Die Angeklagten hätten es dem Kind überlassen, ob es Medikamente nimmt oder zum Arzt geht.

Dabei hätten sie selbst dafür sorgen und den Gesundheitszustand permanent kontrollieren müssen, sagte der Vorsitzende Richter Ulrich Flechtner in seiner Urteilsbegründung. (dpa)

Topics
Schlagworte
Recht (11870)
Panorama (30367)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »