Ärzte Zeitung, 08.04.2015

Urteil

Befristete Verträge brauchen eindeutigen Endzeitpunkt

ERFURT.Bei befristeten Arbeitsverträgen sollten Praxischefs genau sein. Besteht ein "betrieblicher Bedarf an einer vorübergehenden Arbeitsleistung", so muss im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses "mit hinreichender Sicherheit zu erwarten sein", dass nach dem geplanten Ende für die Beschäftigung kein dauerhafter Bedarf mehr besteht, urteilte das Bundesarbeitsgericht (BAG).

Allein die Ansicht des Arbeitgebers, hinsichtlich der künftig zu erwartenden Beschäftigungsmöglichkeit müsse er bei der Einstellung "vorsichtig" sein, genüge nicht.

Denn damit würde er sein unternehmerisches Risiko auf die betreffenden Beschäftigen abwälzen. (bü)

Az.: 7 AZR 893/12

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »