Ärzte Zeitung, 24.04.2015

Urteil

Gericht erlaubt Röntgen zur Altersbestimmung

KÖLN. Wenn der Betroffene in die Untersuchung einwilligt, ist eine Röntgenuntersuchung auch zur Altersbestimmung zulässig. Das hat das Oberlandesgericht Hamm (OLG) in einem rechtskräftigen Beschluss entschieden (Az.: 6 UF 155/13).

Eine junge Frau aus Guinea hatte geklagt, nachdem bei ihr ein höheres Alter festgestellt worden war als zunächst angenommen.

Das Argument: Das rechtsmedizinische Gutachten hätte nicht verwendet werden dürfen, weil sie unter Verstoß gegen die Röntgenverordnung geröntgt worden sei, die eine Altersbestimmung nicht als Zweck vorsehe.

Da die Frau in die Untersuchung eingewilligt hatte und auch keine Zwangslage vorlag, seien die Ergebnisse verwertbar, entschied dagegen das OLG. (iss)

[30.04.2015, 07:52:17]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
hier ist einfach die RöV fragwürdig!
Selbstverständlich gibt es die Möglichkeit der Altersbestimmung, sie wird dann sinnvoll angewendet, wenn (hormonelle) Wachstumsstörungen beurteilt werden müssen um eine SINNVOLLE Therapieindikation zu begründen.
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »