Ärzte Zeitung online, 10.09.2015

Halbnackte Patientinnen gefilmt?

Berufsverbot für angeklagten Arzt gefordert

OSNABRÜCK. Im Prozess gegen einen Hausarzt, der heimlich halb nackte Patientinnen gefilmt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag zwei Jahre Haft auf Bewährung und ein Berufsverbot gefordert.

Außerdem soll der 62-Jährige nach Ansicht der Ankläger eine Geldbuße in Höhe von 100.000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen zahlen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Osnabrück.

Auch der Verteidiger habe für eine Bewährungsstrafe plädiert, aber darauf hingewiesen, dass der Angeklagte bereits mehr als 200.000 Euro an die Geschädigten als Schmerzensgeld und für die Anwaltskosten bezahlt habe.

Bei einer weiteren Geldauflage sei er wirtschaftlich ruiniert. Das Urteil soll am 16. September gesprochen werden.

Der Mann soll 72 Patientinnen heimlich bei der Untersuchung mit einer Kugelschreiberkamera gefilmt, und einige auch sexuell missbraucht haben.

Außerdem soll er kinder- und jugendpornografische Bilder und Videos auf seinen Computern gespeichert gehabt haben. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »