Ärzte Zeitung, 17.08.2016

Urteil

Separates Konto für Präsente

Wer Werbegeschenke von der Steuer absetzen will, muss auf eine klare Buchführung achten.

NEU-ISENBURG. Praxen, die etwa zu Weihnachten gerne kleine Werbegeschenke verteilen, sollten bei der Buchführung aufpassen. Denn damit die Kosten für die Präsente vom Fiskus als Betriebsausgaben anerkannt werden können, müssen die Aufwendungen auf einem separaten Konto gebucht werden.

Das verlangt zumindest das Finanzgericht Baden-Württemberg. Im konkreten Fall ging es um Kalender mit einem Firmenlogo, die ein Unternehmen als Werbegeschenke steuerlich geltend machen wollte.

Das Gericht jedoch ließ dies nicht zu, da die Aufwendungen für die Kalender nicht getrennt von den sonstigen Ausgaben gebucht worden waren. Dies, so der Richter, sei nach Paragraf 4 Einkommensteuergesetz aber Voraussetzung für die Abzugsfähigkeit.

Ärzte, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten deshalb zum einen darauf achten, dass Werbegeschenke die Freigrenze von 35 Euro netto pro Jahr und Person nicht überschreiten. Zum anderen sollten die Kosten in der Buchführung separat unter Geschenke gebucht werden. (juk)

Finanzgericht Baden-Württemberg

Az.: 6-K-2005/11

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »