Ärzte Zeitung, 16.07.2014

Mega-Regress

Blettenberg muss doch wieder blechen

KÖLN. Der Hausarzt Dr. Jörg Blettenberg aus dem nordrheinischen Lindlar muss seine Regresszahlungen wieder aufnehmen. Nach einer aktuellen Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen (LSG) hat die Klage des Arztes gegen einen Bescheid des nordrheinischen Beschwerdeausschusses keine aufschiebende Wirkung.

Kurz nach dem Beschluss des LSG hat der Beschwerdeausschuss seine Forderungen gegen Blettenberg wieder aufgenommen. Er muss jetzt monatlich 4000 Euro zurückzahlen - zunächst für 2009, dann für 2010.

Blettenberg soll insgesamt 150.000 Euro wegen der Überschreitung des Arznei- und Heilmittelbudgets im Laufe mehrerer Jahre bezahlen. Hauptursache ist laut Blettenberg die Versorgung von Patienten in einer psychiatrischen Einrichtung.

Der Allgemeinmediziner geht gerichtlich gegen die Forderungen vor. Seine Hoffnung: Das Bundessozialgericht entscheidet, dass das Prinzip "Beratung vor Regress" auch für Altfälle wie seinen gilt. (iss)

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