Ärzte Zeitung, 08.01.2016

Regresse

Zehn Praxen in Niedersachsen drohen Rückzahlungen

HANNOVER. Die Arzneimittelregresse in Niedersachsen sind auf dem Rückzug, teilte die KV Niedersachsen (KVN) mit. Von den ursprünglich 475 Praxen, die für das Jahr 2013 mit einem Regress rechnen mussten (wir berichteten), müssen voraussichtlich zehn Praxen tatsächlich zahlen.

"Nach den Stellungnahmen gegenüber der Prüfstelle werden 286 Praxen keinen Regressbescheid erhalten. Bei 29 Praxen greift die Regelung "Beratung vor Regress".

Zehn Praxen müssen mit Rückzahlungen rechnen. Bei 150 Praxen ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen", so die KV.

Für die Entwicklung sei vor allem die kostenlose Beratung durch die KV-Bezirksstellen ursächlich, hieß es. Dabei hätten die Mitarbeiterinnen der KVN bei der Zusammenstellung entlastender Belege geholfen und gemeinsam mit den Ärzten die Argumentation vor der Prüfstelle ausgearbeitet.

Zum Beratungskonzept gehörten ferner Informationen über die Durchführung des Regressverfahrens und eine Analyse der Verordnungsdaten, aus denen die Regressforderungen abgeleitet werden.

Sie filtere Unplausibilitäten und fehlerhafte Zuordnungen von Verordnungsdaten gezielt heraus. (cben)

|
Topics
Schlagworte
Regress (139)
Niedersachsen (442)
Organisationen
KV Niedersachsen (608)
[08.01.2016, 21:31:35]
Arnold Weis 
Regress
Ein Regress ist eine Strafzahlung, aber keine Rückzalung !!! zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Wenn die Grillbürste zur Gesundheitsgefahr wird

Möglicherweise krebsauslösende Stoffe, die beim Grillen entstehen: Davon hört man oft. Von Drahtbürsten ist eher selten die Rede. Dabei ist die Bedrohung bedeutend akuter. mehr »

Vermehrt Zuzahlungen für Patienten

Seit 1. Juli müssen Patienten bei mehr Arzneimittel zuzahlen und aufzahlen als bislang. Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller berichtet: Kassen sparen auf Kosten der Patienten. mehr »

Gassen warnt vor "kleinteiliger Fachaufsicht"

"Transparenz ja, aber keine Gängelung": KBV-Chef Gassen sieht den Eingriff in die ärztliche Selbstverwaltung kritisch. mehr »