Ärzte Zeitung, 03.07.2015

Arzneimittel

Saftzubereitungen bei Dysphagie rezeptierfähig

BERLIN. Generell gilt für Kassenärzte ein Verordnungsausschluss für Saftzubereitungen. Geriatrischen Patienten, die an Dysphagie leiden, können sie dennoch nach individueller Prüfung entsprechende Zubereitungen verschreiben.

Ermöglicht wird dies durch eine Ausnahmeregelung in der Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses, auf die die Arbeitsgemeinschaft Dysphagie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hinweist.

Laut DGG leiden viele betagte Patienten an geriatrischen und neurologischen Grunderkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson oder Demenz, die oft mit Beschwerden beim Schlucken einhergehen. Die Arzneimittelversorgung in oraler Form werde dadurch erheblich erschwert. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

16:10 Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »