Ärzte Zeitung online, 26.08.2015

Grünes Rezept

Patienten kaum im Bilde

Verordnete OTC-Präparate können von der Kasse erstattet werden. Das wissen aber nur wenige Patienten.

KÖLN. Nur den wenigsten Patienten ist bewusst, dass die Krankenkassen die Kosten für rezeptfreie Arzneimittel ganz oder teilweise übernehmen können. Doch selbst wenn sie es wüssten, wäre manchem der Aufwand zu groß, ein grünes Rezept bei der Kasse zur Erstattung einzureichen.

Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens YouGov.

Bei der repräsentativen Befragung mit 1006 Teilnehmern hätten nur sieben Prozent der Teilnehmer gewusst, dass die Kassen die Kosten für OTC-Präparate als Satzungsleistung übernehmen können. 93 Prozent war das unbekannt. Gleichzeitig gaben 37 Prozent an, dass sie ein grünes Rezept ohnehin nicht zur Erstattung einreichen würden.

63 Prozent sind laut YouGov der Ansicht, dass das grüne Rezept eine Merkhilfe für die Patienten ist und 75 Prozent sehen darin vor allem eine Unterstützung des Apothekers, der damit erkennen könne, welches Mittel nach Einschätzung des Arztes dem Patienten helfen kann.

Eine weitere Befragung des Unternehmens hatte gezeigt, dass das grüne Rezept bei der Kaufentscheidung für OTC-Produkte eher eine untergeordnete Rolle spielt. Nur sechs Prozent messen ihm dabei eine sehr große Bedeutung bei. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »

Wer nicht hören will, den soll die Kita künftig melden

Prävention mit Drohgebärden: Künftig will das Bundesgesundheitsministerium nicht nur mit Bußgeld drohen, sondern auch die Kitas einspannen, um die Verweigerer einer verpflichtenden Impfberatung herauszufischen. mehr »