Ärzte Zeitung, 17.10.2016

Rheinland-Pfalz

Mustervertrag Heimversorgung

Rechtssicherheit in Sachen Heimversorgung: In Rheinland-Pfalz haben KV und die LandespflegeGesellschaft jetzt einen Mustervertrag vereinbart.

MAINZ. Die ambulante Versorgung in Pflegeheimen "soll künftig besser werden", proklamieren KV Rheinland Pfalz und die Pflegegesellschaft Rheinland Pfalz, in der nach eigenen Angaben mit 450 Einrichtungen das Gros der stationären Pflegeanbieter Mitglied ist. Um Kooperationen zwischen Heimen und Ärzten wie es heißt "einheitlich und flächendeckend zu vereinbaren", wurde jetzt ein Mustervertrag entwickelt, der als Grundlage für Versorgungsverträge gemäß § 119b SGB V dienen soll.

Unter anderem sehe der Vertrag vor, dass Heime regelmäßige Besuchszeiten offerieren müssen oder dass sie den Ärzten feste Ansprechpartner stellen, die auch an Fallbesprechungen teilnehmen. KV-Mitglieder könnten den Mustervertrag im Mitgliederbereich auf der KV-Website (kv-rlp.de) herunterladen, teilte ein Sprecher mit.

"Mithilfe dieses Mustervertrages wird Vertragsärzten ein Abschluss mit Pflegeheimen vor Ort für eine verbesserte kooperative und koordinierte ärztliche Versorgung deutlich erleichtert", ließ KV-Vize Dr. Peter Heinz verlauten.

Zur Erinnerung: Zum 1. Juli sind neue Gebührenordnungspositionen für heimversorgende Haus- und Fachärzte in Kraft getreten, die in dem EBM-Kapitel 37 zusammengefasst sind. Voraussetzung, diese extrabudgetär honorierten Ziffern abrechnen zu dürfen, ist ein Vertrag des Arztes mit einem Heim, der die Anforderungen der Anlage 27 des Bundesmantelvertrags Ärzte erfüllt. (cw)

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