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Bayern

Telemedizin für COPD-Patienten

Die AOK Bayern und ein Telemedizinanbieter starten ein Modellvorhaben für Versicherte mit COPD.

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MÜNCHEN (sto). Die AOK Bayern und das Unternehmen SHL Telemedizin mit Sitz in Düsseldorf haben ein fünfjähriges Modellvorhaben vereinbart. Es hat eine bessere Betreuung von Versicherten mit COPD zum Ziel.

Versicherte der AOK mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, die an dem Projekt freiwillig teilnehmen können, erhalten kostenlos ein telemedizinisches Home-Monitoring-System. Damit können zu Hause regelmäßig bestimmte Vitalparameter gemessen werden.

Die Daten werden an das telemedizinische Zentrum von SHL übertragen und dort kontrolliert und überprüft. Überschreiten die Werte bestimmte Grenzen, wird ein Alarm ausgelöst, sodass der Versicherte seinen Arzt aufsuchen kann.

Zusätzlich erhalten die Teilnehmer regelmäßig Tipps für eine gesunde Lebensweise und zum Umgang mit ihrer Erkrankung.

Vorgesehen ist, dass die behandelnden Ärzte über Veränderungen des Gesundheitszustandes ihrer Patienten informiert werden und einen direkten Zugang zu den übertragenen Patientendaten erhalten, vorausgesetzt der Patient hat dem zugestimmt.

"Wir gehen davon aus, dass wir akut gefährliche Vorfälle deutlich reduzieren können", erklärte Dr. Gerhard Dahlhoff, Leiter der Stabsstelle Medizin bei der AOK Bayern.

Der Bayerische Hausärzteverband und die KV Bayerns seien über das Modellvorhaben informiert. Die Hausärzte und Pneumologen in Bayern sollen in Kürze von SHL Informationen erhalten.

Der Datenschutz sei gewährleistet und das Projekt vom Oberversicherungsamt Oberbayern genehmigt, betonten die Vertragspartner. Außerdem werde das Modellvorhaben vom Hamburg Center for Health Economics an der Universität Hamburg wissenschaftlich begleitet.

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