Samstag, 20. Dezember 2014
Ärzte Zeitung, 12.11.2012

Leitartikel zum blauen Knopf

Obamas "Datenbefreiung" kann weitergehen

Patienten wollen selbstständig über ihre Gesundheitsdaten verfügen - und verlangen Datensicherheit. In Deutschland wird deswegen mit hohem Aufwand die Telematikinfrastruktur entwickelt. Es könnte auch einfacher funktionieren, wie ein Blick in die USA zeigt.

Von Philipp Grätzel von Grätz

202a0201_4114082-A.jpg

Stecker rein, dann fließen die Daten in die E-Gesundheitsakte - in den USA.

© mkrberlin / fotolia.com

Durch die Wiederwahl Barack Obamas kann in den USA nun die "Blue Button"-Initiative fortgesetzt werden. Dank eines simplen und fast kostenfreien Gesetzes haben immer mehr Patienten Zugriff auf ihre Behandlungsdaten.

Regulierungswütige Länder wie Deutschland entwerfen milliardenschwere IT-Architekturen, um Patientendaten aus den Informationssystemen von Krankenhäusern und Praxen sicher zu extrahieren und einrichtungsübergreifend zur Verfügung zu stellen.

Die USA gehen etwas anders an dieses Thema heran ...

Jetzt weiterlesen in der ÄrzteZeitung-App ...e.Med 30 Tage kostenlos testen ...

|
[12.11.2012, 16:28:09]
Dr. Karlheinz Bayer 
Datenbefreiung?

Okay, ich habe verstanden.
Datenschutz war immer schon mehr eine Art Kerker für die Daten.
Der BLUE-Button sollte BLUES-Button heißen.
Und was sind schon Daten!
Das wahre Leben spielt sich an anderen Stellen ab, in der Cyber-Medizin zum Beispiel.
Vorschlag zur Güte, wir benennen die GEMATIK einfach um in FACEBOOK
und schicken die Datenschutzbeauftragten nach Guantanamo.
Yeeees, we caaaaan! zum Beitrag »
[12.11.2012, 13:37:28]
Dr. Uwe Wolfgang Popert 
Politiker voran
Nur Mut - was Amerika kommt, kann ja nicht schlecht sein!

Mein Vorschlag: Die Politiker der Regierungskoalition sollten mit gutem Beispiel voran gehen und ihre Krankenakte im Internet speichern.

Vielleicht kann ein Hacker mit "Like"-Buttons für ungeahnte Popularität sorgen - Krankheiten werden zum Quotenhit.

Das Politiker das nicht tun, ist eigentlich schlecht vorstellbar. Sie sind ja ohnehin "Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens" und sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Oder?  zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Vertretungsfall und Notfallversorgung: Honorar-Neuerungen beschlossen

Kurz vor Weihnachten haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Krankenkassen auf einige Honorar-Änderungen geeinigt. So gibt es eine Neuregelung für Vertretungsfälle und drei neue EBM-Ziffern bei der Notfallversorgung. mehr »

Assistierter Suizid: Ethikrat warnt vor Gefahren eines "Sterbehilfegesetzes"

Der Deutsche Ethikrat hat heute Stellung zur Sterbehilfe bezogen. In Fragen des ärztlichen Berufsrechts hat das Gremium eine gänzlich andere Haltung als die Ärztekammern. mehr »

Leitartikel: Das Masernproblem wird ausgesessen

In Deutschland erkranken zu viele Menschen an Masern. Das Ziel, die Infektionskrankheit hierzulande bis 2015 auszurotten, wird verfehlt. Eine Kommission deckt auf, warum es nicht klappt. mehr »