Ärzte Zeitung online, 11.08.2008

Brillenhersteller will weibliche Kunden umwerben

MÜNCHEN (dpa). Deutschlands größter Brillenhersteller Rodenstock setzt nach einem schwachen Jahresauftakt verstärkt auf den Ausbau von Werbung und Vertrieb.

Nach einem Umsatzrückgang im ersten Quartal hatte Rodenstock angekündigt, eine zweite Marke vor allem für junge und weibliche Kunden auflegen zu wollen. Sie soll schon im nächsten Jahr bei den Optikern im Regal stehen. Gleichzeitig will Vorstandschef Peter Littmann die Präsenz im Ausland stärken.

Zum 1. Oktober dieses Jahres werde erstmals die Stelle eines Vertriebsvorstandes besetzt, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. Den Posten übernimmt der 44 Jahre alte Marc-Oliver Schneider. Schneider arbeitete bislang für die Bosch Siemens Hausgeräte GmbH.

Bei der Expansion ins Ausland stehen vor allem Asien und Osteuropa im Fokus. Littmann, der zuvor im Aufsichtsrat bei Rodenstock saß, hatte Anfang Februar den Chefposten übernommen. Er will den Vorsitz allerdings nur vorübergehend besetzen. Ein Nachfolger für ihn ist derzeit noch nicht in Sicht.

Rodenstock beschäftigt weltweit 4600 Mitarbeiter, 1700 davon in Deutschland. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen, das sowohl Brillengläser als auch Fassungen herstellt, einen Umsatz von 396 Millionen Euro. Im ersten Quartal war der Umsatz aber um drei Prozent auf 98,6 Millionen Euro gesunken.

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