Ärzte Zeitung online, 18.08.2008

Lilly setzt weiterhin auf Kooperationen und Akquisitionen

BAD HOMBURG (eb). Das Pharmaunternehmen Lilly Deutschland hat im zweiten Quartal dieses Jahres einen Rückgang beim Gesamtumsatz auf 123,4 Millionen Euro zu verkraften. Der Rückgang ist nach Unternehmensangaben auf den vorzeitigen Patentverlust des Schizophrenie-Medikaments Zyprexa® (Olanzapin) im letzten Jahr zurückzuführen.

Werde Zyprexa® nicht berücksichtigt, so ergebe sich auf Basis des übrigen Produktportfolios allerdings ein Umsatzwachstum von 13 Prozent. Besonders hervorzuheben ist, dass der Anteil der neueren Produkte am Gesamtumsatz von Lilly Deutschland bereits bei fast 50 Prozent liegt.

Bei den Umsatzergebnissen setzte sich für Lilly als Gesamtkonzern der positive Trend der vorangegangenen Berichtszeiträume fort: Im zweiten Quartal dieses Jahres konnte Lilly einen Umsatz von insgesamt 5,15 Milliarden US-Dollar verbuchen und lag damit rund elf Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresquartals.

Lilly setzt weiterhin auf Kooperationen und Zukäufe zum Ausbau seiner Forschungspipeline. Lilly hat Anfang Juli mit der in Berlin ansässigen NOXXON Pharma AG einen Kooperationsvertrag über die Entwicklung eines Medikamentes zur Migränebehandlung vereinbart. Zudem schließt das Unternehmen die Übernahme des amerikanischen Biotech-Unternehmens SGX Pharmaceuticals im zweiten Halbjahr 2008 ab. SGX ist auf die Erforschung und Entwicklung von Medikamenten im Bereich Onkologie spezialisiert.

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