Ärzte Zeitung online, 07.09.2008

20 Menschen bei Chemieunfall im Industriepark Höchst verletzt

FRANKFURT/MAIN (dpa). Bei einem Chemieunfall im Industriepark Höchst sind am Samstagmorgen zwanzig Menschen leicht verletzt worden.

In einem der Chemieunternehmen war aus einem Behälter der Stoff Diketen, der bei der Papierherstellung verwendet wird, ausgetreten, teilte die Polizei in Frankfurt mit. Durch die Luft war er in die unmittelbar benachbarten Betriebe gelangt, wo er von den Menschen eingeatmet wurde. Die Betroffenen wurden mit Reizungen der Augen und der Atemwege in das Arbeitsmedizinische Zentrum des Industrieparks gebracht.

Wie es zum Austritt des farblosen, gesundheitsschädlichen Mittels gekommen war, blieb zunächst unklar. Erst Mitte August hatte es einen Zwischenfall in einem der Unternehmen im Industriepark Höchst gegeben, als konzentrierte Schwefelsäure ausgetreten war. Ein Mitarbeiter war dabei verletzt worden. Mehr als 90 forschende und produzierende Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Pharma, Biotechnologie, Pflanzenschutz und Lebensmittelzusatzstoffe sind derzeit im Industriepark angesiedelt. Hervorgegangen ist der Industriebereich, in dem rund 22 000 Menschen beschäftigt sind, aus dem ehemaligen Stammwerk der Hoechst AG.

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