Ärzte Zeitung online, 20.10.2008

Novartis sieht sich trotz Unsicherheiten auf Rekordkurs

BASEL (dpa). Der Schweizer Pharmakonzern Novartis sieht sich ungeachtet der unsicheren Weltwirtschaft auf dem Weg zu einem weiteren Rekordjahr.

Wie bereits online kurz berichtet, hat Novartis in den ersten neun Monaten 2008 den Gewinn um 19 Prozent auf 6,7 Milliarden US-Dollar gesteigert, der Umsatz legte um zwölf Prozent auf 31,4 Milliarden Dollar zu.

Wachstumstreiber war dank lebhafter Nachfrage nach Krebsmedikamenten, Herz-Kreislauf-Mitteln und Impfstoffen die Kernsparte Pharma, sagte Novartis-Chef Daniel Vasella am Montag in Basel. Schlechter lief hingegen das Geschäft mit Nachahmerprodukten (Generika), die Novartis unter der Marke Sandoz führt.

Im vergangenen Jahr hatte Novartis einen Reingewinn von genau zwölf Milliarden US-Dollar (rund acht Milliarden Euro) ausgewiesen, wobei der Überschuss ohne die Erlöse aus Spartenverkäufen um vier Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar zurückgegangen war.

Zum besseren Gesamtergebnis im Konzern trug nun auch ein Effizienzsteigerungsprogramm bei, das mit Jobabbau verbunden ist. Insgesamt sind im Rahmen des Sparprogramms knapp 2900 Arbeitsplätze weggefallen. Der Pharmariese hat rund 98 000 Vollzeit-Beschäftigte in mehr als 140 Ländern.

Vasella, Konzernchef und zugleich Präsident des Verwaltungsrates, will Verantwortung abgeben. Er kündigte für den 1. Dezember die Schaffung eines Geschäftsführerpostens (Chief Operating Officer) an, für die der bisherige Leiter der Impfstoff- und Diagnostika-Sparte, Jörg Reinhardt, vorgesehen ist. Außerdem bekommt Sandoz einen neuen Chef. Jeff George soll Andreas Rummelt ablösen, der andere Aufgaben im Novartis-Konzern übernimmt.

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