Ärzte Zeitung online, 23.10.2008

Scharfer Wettbewerb macht Pharma-Großhändler zu schaffen

FRANKFURT/MAIN (dpa). Der scharfe Wettbewerb und geringere Margen machen dem Pharmagroßhändler ANZAG (Andreae-Noris Zahn AG) zu schaffen. Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 (31. August) einen Gewinneinbruch verbucht.

Der Jahresüberschuss schrumpfte - unter anderem auch wegen eines steuerlichen Sondereffekts - von 40,8 auf rund sieben Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt als vorläufiges Konzernergebnis mit. Ursprünglich hatte das Unternehmen eine "stabile Ergebnisentwicklung auf niedrigem Niveau" erwartet.

Der Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Das meiste Umsatzwachstum kam aus dem Ausland. Das Unternehmen leidet schon länger unter der Liberalisierung des Apothekenmarktes und der Zulassung neuer Anbieter. Dadurch sinken die Preise bei Arzneimitteln in Deutschland. Auch der zunehmende Direktvertrieb durch die Industrie macht dem Pharmagroßhändler zu schaffen. Die Ergebnisentwicklung nennt das Unternehmen seit längerem "nicht zufriedenstellend".

Andreae-Noris Zahn mit etwa 2500 Mitarbeitern gehört nach Unternehmensangaben zu den führenden europäischen Pharmagroßhändlern.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »