Ärzte Zeitung online, 24.10.2008

Weitere EU-Empfehlung für Erbitux®

DARMSTADT (dpa). Das Darmstädter Unternehmen Merck KGaA und ihre Sparte Merck Serono darf nach einer weiteren Europa-Empfehlung der EMEA für das Krebsmedikament Erbitux® auf einen Umsatzschub mit hoffen.

Der Beraterausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA habe nun auch die Zulassung für Erbitux zur Erstbehandlung von Kopf- und Hals-Tumoren in Kombination mit einer Chemotherapie ausgesprochen, teilte die im DAX notierte Merck KGaA am Freitag in Darmstadt mit.

In der Regel folgt die Europäische Kommission der Empfehlungen des Ausschusses. Die positive Stellungnahme für den Einsatz des Medikamentes in der Erstlinientherapie von Patienten mit rezidivierten und/oder metastasierten Kopf-Hals-Tumoren sei eine sehr erfreuliche Nachricht, heißt es in der Mitteilung.

Das Medikament ist in der EU bereits zur Behandlung von lokal fortgeschrittenem Kopf- und Halskrebs in Kombination mit einer Strahlentherapie auf dem Markt. Auch zur Behandlung von Darmkrebs, gegen den eine Standardtherapie erfolglos war, ist das Medikament zugelassen. Merck setzte 2007 mit dem Medikament 470 Millionen Euro um.

Allein in Europa werden jedes Jahr nach Aussagen des Unternehmens etwa 143 000 neue Fälle von Kopf-Hals-Tumoren diagnostiziert. Über 68 000 Todesfälle gehen jährlich auf diese Erkrankung zurück.

Merck hat die Vermarktungsrechte für Erbitux außerhalb der USA und Kanada 1998 in Lizenz von ImClone Systems Incorporated in New York erworben. In Japan wird das Medikament gemeinsam von ImClone Systems Incorporated, Bristol-Myers Squibb Company und Merck Pharma entwickelt und vermarktet.

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